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Die ZWS Infoseiten zur Pelletsheizung

Holz-Pellets

Die Pellets-Herstellung

Pellets werden ohne die Zugabe von chemisch-synthetischen Bindemitteln hergestellt. Erlaubt ist lediglich die Zugabe von max. 2 % Presshilfsmitteln, z.B.  Kartoffel- oder Maisstärke. Diese sorgen für einen besseren Pressvorgang und verringern den Abrieb der fertigen Pellets. Die Überschreitung der zwei Prozent führ dazu, dass die Pellets im Kessel anbacken oder verkleben. Unbedingt notwendig ist die Zugabe von Presshilfsmitteln allerdings nicht. Die eigentliche Bindung der Pellets erfolgt durch das holzeigene Lignine, Harze und den hohen Druck während des Pelletierens.
Der Rohstoff für die Herstellung von Holzpellets ist ein Neben- bzw. Abfallprodukt der holzverarbeitenden Industrie und somit kostengünstig verfügbar. Die Qualität der eingesetzten Späne spielt für das Endprodukt eine große Rolle. Qualitätskontrollen finden von der Späneannahme über die Aufbereitung bis hin zum fertigen Pellet statt. Mit den hochverdichteten Presslingen steht ein homogener und naturbelassener Brennstoff zur Verfügung, der bereits in den 70er Jahren zur Entwicklung von ersten Pellet- Kaminöfen führte. Beim der eigentlichen Pelletierung werden die Holzspäne mit Walzen durch eine Matrize gepresst und nach Verlassen des Presskanals auf die gewünschte Länge geschnitten.

Die Energie, die für die Herstellung und Bereitstellung der Pellets aus trockenen Sägespänen ist im Vergleich zur Bereitstellung von Erdgas oder Heizöl gering. So beträgt der Energieaufwand zur Bereitstellung von Pellets nur 2,7 % der Endenergie, bei Erdgas dagegen sind es 10 % und bei Heizöl sogar 12 %. Bei feuchte Sägespäne oder Waldrestholz steigt natürlich der Energieaufwand aufgrund des höheren Wassergehaltes.

Normen

In Deutschland und Österreich gibt es festgeschriebene Qualitätsanforderungen an diesen modernen Brennstoff, die in der DIN 51731 bzw. der ÖNORM M 7135 festgelegt sind. Qualitativ hochwertige Pellets zeichnen sich durch eine hohe Dichte, eine geringe Restfeuchte und einen geringen Abriebwert aus.
Die DIN 51731 für Holzpellets ist mit ihren Vorgaben für Kleinfeuerungsanlagen ungeeignet als Qualitätsindikator, da wichtige Parameter, wie der Abrieb nicht festgelegt sind. Auch eine unabhängige Prüfung der Produktion zu diesen Normen erfolgt nicht.
Die österreichische Norm schreibt deutlich strengere Werte vor und lässt geringere Schwankungen des Endprodukts zu, so z.B. den Abrieb. Der Abrieb ist ein Maß für die Härte und Stabilität der Pellets. In einem Testgerät, dem Lignotester, werden die Pellets mit 70 mbar im Luftstrom über 60 sek. beansprucht und als Ergebnis der entstehende Staub gemessen und in Prozent angegeben. Je geringer der Wert des Abrieb, desto stabiler sind die Pellets und desto geringer ist dann auch die Staubentwicklung beim Einblasen.

Seit 2002 existiert ein weiteres Qualitätssiegel auf dem Markt, die DINplus.

Die Zertifizierung nach DINplus verbindet die beiden vorgenannten Normen und legt jeweils die strengeren Werte als Maßstab fest. Die Zertifizierungsprozedur findet beim Pellethersteller durch ein von DIN Certco akkreditiertes Prüfinstitut statt. In regelmäßigen Abständen finden unabhängige Kontrollen statt, so dass die Qualität der Pellets sichergestellt werden kann.

Ein Kommentar

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